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DET 2024 - DEUTSCHLAND-TREFFEN, 31.07. - 04.08.2024

Das 10. Internationale Deutschlandtreffen der Freunde des 2CV fand von 31. Juli bis 4. August 2024 am Gederner See im Raum Frankfurt statt. Auf der Anfahrt dorthin, als wir noch etwa zwei Stunden entfernt waren, schickte Albi dieses Bild:

Albis Ente Und dazu die Worte: Ich bin da.

??? Wo ist der? Doch nicht auf dem Treffen? So ganz allein, keine anderen Enten zu sehen?

Nach Rückfrage folgte noch eine Wegbeschreibung - nach der Einfahrt rechts, immer weiter, dann kommt ein Duschhäuschen, und gleich dahinter stehe ich.


Gespannt befolgten wir die Anweisungen - und tatsächlich, da stand er, auf einem kleinen Hügel hinter dem Duschgebäude. Die gegenüberliegenden und anschließenden Treffenwiesen waren schon ziemlich belegt, neben ihm war jedoch noch etwas Platz, und so gesellten wir uns dazu. Das Plätzchen war strategisch günstig (erstens nicht weit zum Klo, zweitens kamen so gut wie alle daran vorbei) und hatte den ganzen Tag Schatten (ein nicht zu unterschätzender Vorteil angesichts der Hitze, die fast immer herrschte). Das Gelände war sehr groß und durch den Badesee natürlich attraktiv. Als wir ankamen, war er schon gut gefüllt mit Enten - wir trafen auch viele Bekannte aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, Belgien, Ungarn, sogar England - insgesamt hatten weit über 500 Enten aus 17 Nationen das Treffen besucht.

Auf dem Campinggelände gab es ein (indisches) Restaurant, das aber auch Pizza und Salate anbot, außerdem einen Kiosk, wo es Currywurst, Schnitzel und dergleichen gab. Auf der Bühne war jeden Tag Programm, am ersten Abend gab es französische Chansons, dann traten verschiedene Musikgruppen auf. Es waren auch zwei Astronomen vor Ort, die zu mitternächtlicher Stunde einer Gruppe von Interessierten die Sterne erklären wollten, doch leider war der Himmel bewölkt (auch beim zweiten Versuch zwei Tage später), sodass die Sache leider mehr oder weniger ins Wasser fiel. Am Donnerstag wurde die "Schwimmente" zu Wasser gelassen, wo sie bis Samstag auf einem Schwimmkörper mitten im See vor Anker lag - am Samstagabend wurde sie dann für einen guten Zweck versteigert - bei einem Rufpreis von 100 Euro erzielte sie immerhin die stattliche Summe von 2100 Euro.


Wenn man über den Platz ging, gab es natürlich immer viel zu sehen - angefangen von den bunten, oft sehr individuell gestalteten Enten und sonstigem "Geflügel" über den Floh- und Teilemarkt, wo es außer Ersatzteilen noch jede Menge Krimskrams rund um die Ente zu ergattern gab, ein 2CV-Café, das am Morgen Brötchen und ganztägig Kaffee und Mehlspeisen (solange der Vorrat reichte) anbot, einen Getränkestand und natürlich ein großes Zelt, wo man auch sitzen und mit den Freunden tratschen konnte. Auch der slowenische Club war vor Ort, und man konnte sich für das nächste Welttreffen voranmelden. Es gab aber auch täglich DAT XXI. DOTTER DEBAKEL DER DÜSSEL DUCKS, eine Orientierungsfahrt mit kniffligen Streckenbeschreibungen und Fragen. Außerdem umrundeten wir den See auch zu Fuß , was ca. eine halbe Stunde in Anspruch nahm - an einem Ende war Badebetrieb, Tretbootfahren, Stand-up-Paddeln, am anderen Ende war er ziemlich verschilft.

Am Freitag konnte man an einer kleinen Ausfahrt teilnehmen. Auf kleinen Straßen ging es zur Keltenwelt am Glauberg, wo vor 20 Jahren sensationelle Keltenfunde gemacht wurden, die uns in einer sehr interessanten Führung erläutert wurden. Anschließend zur Modellbahnwelt im Bahnhof von Stockheim, wo es eine beachtliche Modelleisenbahnanlage zu bestaunen gab. Dort wurden auch kleine Imbisse, Kaffee und Kuchen angeboten, und man kam wieder mit anderen Entenfahrern ins Gespräch. Nach der Rückkehr von dieser Ausfahrt war mir so heiß, dass ich mich kurz in den See schmiss. Das Wasser war nicht kalt, aber doch erfrischend. Solcherart abgekühlt, machte ich mich auf den Rückweg und entdeckte dabei einen Stand, der - nur an diesem Abend - Räucherforellen anbot. Hannes und unser Nachbar Albi waren schnell überzeugt - und so war das Abendessen gesichert. Danach begaben wir uns zur Bühne, wo es wie jeden Abend Verlautbarungen, Programm-Ankündigungen (wie z.B. die Rätselfrage zum Tag sowie die Auflösung vom Vortag) und natürlich beschwingte Musik gab. Österreichische Freunde gesellten sich zu uns, immer mehr - und irgendwann hatte ich das Gefühl, alle Österreicher, die da waren, waren rund um uns versammelt. Alle waren guter Stimmung, lauschten der Musik oder schwangen das Tanzbein - ein unterhaltsamer Abend!

Am Samstagvormittag fuhren wir nach Gedern zum Einkaufen. Man hätte auch zu Fuß gehen können, doch interessanterweise lag zwischen der Stadt Gedern und dem See ein beträchtlicher Hügel. Nach der Rückkehr mischten wir uns wieder ins Geschehen. Das Treffen war deutlich kleiner als ein Welttreffen, sodass man sich viel öfter über den Weg lief und auch mehr Zeit für intensivere Gespräche hatte. Und doch war es so groß, dass immer etwas los war. Es gab eine Ausstellung mit besonders sehenswerten und ausgefallenen Vertretern der Gattung 2CV, und am Nachmittag fuhr die "Dolly-Parade" über den Campingplatz.

Der Tag verging mit Tratschen und Gesprächen. Um 17 Uhr veranstalteten einige (vor allem deutsche) Clubs eine Verkostung von Spezialitäten aus ihrer jeweiligen Region - von bayrischem Grammelschmalz über schwäbische Maultaschen bis zu Matjesbrötchen von der Nordsee gab es da so allerlei, begleitet von den verschiedensten, z.T. etwas abwegigen Schnäpsen. Das Seltsamste aber war ein sog. "Fortuna-Brötchen" des Düsseldorfer Clubs, eine Art Schwedenbombe in der Semmel! Abends wurde von der Bühne bekanntgegeben, dass sich vorerst leider kein Veranstalter für das 11. Deutschlandtreffen gefunden hätte. Man sei jedoch einigermaßen zuversichtlich, dass sich noch jemand überzeugen ließe... Dieser Hoffnung wollen wir uns vorbehaltlos anschließen, denn es war ein sehr schönes, gelungenes Treffen, das ganz laut nach Fortsetzung ruft! Danach gab es wieder Musik - diesmal treten sogar zwei Bands auf. Wir sitzen diesmal mit ausländischen Freunden zusammen.

Am Sonntag heißt es Abschied nehmen - das Treffen ist zu Ende. Wir brechen unsere Zelte bzw. die Plane ab - da wir an einer strategisch günstigen Stelle stehen, wo alle vorbeikommen, bleiben viele nochmal stehen, um sich persönlich von uns zu verabschieden. Für die meisten geht es wieder nach Hause, manche planen noch einen Umweg ein oder haben noch mehr vor. Auch wir machen uns auf in Richtung Thüringen, wo wir erst mal das Wartburg-Museum in Eisenach besuchen wollen - aber das ist schon wieder eine andere Geschichte....


Evi

 

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